You were my favorite hello and my hardest goodbye
- Prisca Santschi

- 21. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Unsere letzte gemeinsame Reise endet heute. Es ist kein Abschied für immer, wir werden uns wiedersehen, davon bin ich überzeugt. Nacho wird mich weiterhin begleiten, nur ein klein wenig anders – die Pfoten werden leiser, der Raum leerer.

Es gilt nun die Leere zu füllen, die schreckliche Leere… da ist gerade niemand, der mir auf die Nerven geht, mich zum Lachen bringt, da ist gerade nichts, was mich auf Trab hält oder mich nachts vor lauter «Schnarch Geräuschen» nicht schlafen lässt.
Da schwirrt kein Wirbelwind um mich herum, nichts mehr auf dem Spaziergang was mich auffordert zu rennen oder zu schauen, was sie denn da schon wieder frisst. Die Momente gemeinsam auf dem Surfbrett über das Meer oder die Seen zu gleiten, wundervolle Erinnerungen.
Keine gemeinsamen Wanderungen mehr, an denen sie mir den Stinkefinger zeigt und mir zu spüren gibt: «Geh allein weiter, ich bleibe genau hier liegen…»
Ach, du meine kleine Seele, ich vermisse dich.
Wir haben unendlich viele Momente zusammen erlebt, für die ich einfach nur dankbar bin.
Sie reist nun durch ihre Welt, ohne Schmerzen und Einschränkungen, denn jetzt beginnt ihre Reise.
Der Himmel wartet auf sie, es geht ihr gut – ich bin sicher – und mir geht es gut, weil ich weiss, dass sie nun frei sein darf, frei von Leid und Qualzuchteinschränkungen.
Es war ein Geschenk im Voraus zu wissen, dass ihre Zeit beschränkt ist. Es war ein Geschenk in dieser Zeit Abschied nehmen zu dürfen, in Ruhe, in Stille. Wir haben nach der schrecklichen Diagnose Zeit geschenkt bekommen. Viel mehr Zeit als angenommen.
Wir waren noch einmal zusammen am Meer – ganze 2 Wochen – sind mit dem SUP über das Meer gepaddelt, haben die Sonne, den Sand und die Natur genossen. Sie konnte ihre letzten Wochen nach ihrem Tempo und ihrem Wohl gestalten – alles durfte, nichts musste. Heute durfte ich meinen Seelenhund zu ihrer Regenbogenbrücke begleiten. Die letzten Momente zusammen, Pfote gehalten und verabschiedet.

«Chum guet über d’Rägebogebrügg, gniess dr Moment we dini liebste di im Hundehimmu i Empfang nähme.
Mach bitte nur no das wo du Lust druf hesch, mir blibe verbunde und ig weiss mir gseh üs wieder.
Itz aber darfsch loslah, di Weg ga, dini Ufgab für mi da d’si, die endet hüt. Gueti Reis mi Schatz…»
Nach ihrem letzten Atemzug noch einen Moment mit ihr da zu sitzen, sie noch einmal fest zu umarmen, ihr Fell durch meine Finger gleiten zu lassen – es war traurig, aber auch wunderschön. Ich darf nicht festhalten was gehen möchte, ich kann mich nun jeden Tag an die Momente zurückerinnern, die wir in den vergangenen neun Jahren gemeinsam erleben durften - und das waren unendlich viele.
Du fehlst...




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