Happy Birthday
- Prisca Santschi

- vor 5 Stunden
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Du sollst deine Kindheit nicht als „Entschuldigung“ nehmen, wenn du dich nicht weiterentwickelst. Du hast die Chance Dinge zu unterbrechen, welche dir nicht gutgetan haben, bevor du sie weitergibst. Es ist nämlich nicht der Genpool, der dich daran hindert, schlechte Erinnerungen ausradieren zu können. Nein, ganz im Gegenteil es sind nur deine Gedanken, welche dir Schmerzen zubereiten. Sie zerstören dein Gleichgewicht und dirigieren dein Leben. Manchmal vergisst du dann automatisch, das, dass Leben eigentlich „glücklich“ macht. Es ist nicht die Vergangenheit, es ist nicht die Erinnerung, es sind nur deine Gedanken, welche du mit dir herumträgst und dein Verhalten dich zu dem steuert was du zulässt, indem du in Gedanken lebst, welche längst vorbei sind.
Du kannst wählen, ob du stehen bleibst oder weitergehst. Du alleine entscheidest, ob dein Nachwuchs deine Ängste mittragen sollen oder ob du ihnen die Chance gibst, ihre eigene Geschichte zu Erlebnissen bilden zu dürfen. Es ist doch ganz einfach, wären da nicht die Gedanken. Anhand eines mich immer wieder faszinierenden Momentum (in diesem Fall ist das Momentum nicht der Fortschritt, sondern eher der Stillstand) ist, wenn es um das Thema Schmerzen geht. So haben die einen von zu Hause aus mitbekommen, dass ein einfacher Schnitt mit dem Küchenmesser unsagbare Schmerzen verursachen und es zwingend der Arzt sehen muss, egal wie tief der Schnitt auch sein mag. Die anderen haben erfahren, dass es schon hilft, wenn ein buntes Pflaster die Wunde bedeckt und ein Knutscher auf die Stirn den Arzt ersetzt.
Das Verhalten beeinflusst den Schmerz
So kann ich beeinflussen, was meine Gedanken tun, indem ich die Möglichkeit in meinem Leben erhalte, die Gedanken so zu ordnen, wie sie zu mir passen. Ich kann also immer entscheiden, was ich mit dem Moment machen will. Renne ich zum Arzt, weil ich es so mitbekommen habe, oder stelle ich mir die Frage, ob sich ein Arztbesuch in diesem Moment wirklich lohnt. Der andere, welche das bunte Pflaster erhalten hat, ändert vielleicht die Leichtigkeit, indem er lieber einen Arzt aufsucht, damit die Wunde sich nicht entzündet. So können wir die gelebte Geschichte immer wieder neu positionieren, wir müssen nicht ein Leben lang dasselbe tun, es sind nur die Gedanken, welche uns dirigieren und manchmal auch manipulieren.

Es ist meine Entscheidung welchen Weg ich einschlage. Es sind nicht die anderen, die uns zu dem machen, was wir heute sind, wir tun das ganz allein.
Manchmal braucht es Zeit, Zeit um sich selbst verstehen zu lernen. Zeit, um Mut zu erschaffen, Mut einen neuen, unberührten Weg zu gehen, Gedanken und Schwerelos. Die Hürden als Gedankenstütze zu sehen, macht den Weg einfacher, ich kann die Hürden als Last sehen, dann fällt mir das Laufen schwerer und womöglich fühle ich mich Gedankengeplagter. Sehe ich die Wolken, dann werde ich die Sonne nie zu Gesicht bekommen.
Wenn es regnet, kann ich den Tag verfluchen, ich kann aber auch im Regen tanzen. Es ist also meine Entscheidung, welche Art von Gedanken ich wähle.
Klar, in der Theorie stehe ich ganz oben auf dem Gipfel und juble mir selbst zu. In der Praxis machen die Gedanken meistens nicht einen klaren Satz, welchen ich dann direkt mit einem eher unklaren Satz ersetzen könnte.
Nein, das wäre doch auch alles viel zu einfach. Meistens sind die Gedanken eher lästige, unpassende Sätze, die es mir an einem eh schon stressigen Tag um die Ohren schlägt, damit ich mich eher vor einer Veränderung fürchte, als dass ich ihr Einzug gewähre. Nach einem erschöpften Tag muss ich mir doch nicht auch noch eine Veränderung antun, von der ich nicht einmal Wissen kann, ob es dann auch wirklich besser wird. Da bleibe ich viel lieber in meiner gewohnten Umgebung und erwarte die Sonne halt dann, wenn sie sich freiwillig mal wieder blicken lässt. Solche Momente kennen wir alle, mitten in einem Gedanken-Box-Kampf. Wir sollten was ändern, den Gedanken durchbrechen, aber die körperliche Erschöpfung ist viel zu gross so einen Schritt heute zu tun. Wir verschieben dann, die so schon vernebelte Situation auf morgen. Übermorgen, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr.
Gedanken können sich schwer anfühlen, weil wir sie schwer machen. Es ist die Last der Buchstaben, der auf unseren Schultern haftet, es ist nichts weiter als das. Ein Wort, ein Gedanke, eine Erinnerung, ein Moment.
Führe ich es mir bildlich vor Augen, dann ist es wie beim Schuhe ausziehen, wenn ich nach Hause komme. Da frage ich mich auch nicht, ob ich mir die Schuhe ausziehen soll oder nicht, es ist eine gelernte, antrainierte Bewegung. Schuhe aus, heimkommen! Ich lasse draussen, was den ganzen Tag an meinen Schuhsolhlen kleben geblieben ist und gebe mir die Chance das nach Hause kommen neu zu gestalten. Der Dreck bleibt also draussen. So sollte es mit den Gedanken auch sein, ich lasse die Gedanken draussen, welche mir die Schwerlosigkeit raubt. Es sind nur Gedanken, es sind deine Gedanken.
Du hast jeden Tag die Chance dein bestes Leben zu leben, lass dich nicht von Gedanken steuern, welche du selbst verantwortest und steuern kannst. Stell dir Dinge vor, wovor du dich immer gefürchtet hast: „was wohl die anderen denken, wenn ich so oder so bin, wenn ich das oder jenes tue oder sage…“ jetzt stell dir vor, dass es nicht ins Gewicht fällt, denn es sind nur deine Gedanken.
Es ist deine Entscheidung wie leicht du durch dein Leben gehst. Löse dich von allen Gedanken, welche dich in deinem Sein beeinflussen, dich am Glücklichsein hindern, oder dich an einer Veränderung, die dir guttut, blockieren. Du bist deine Gedanken, du bist deine Entscheidung, du bist dein Leben!
Happy Birthday! me!



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