• Prisca Santschi

Do You Believe In Hope?

Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt der Glaube!


Ist es also der Glaube welche die Hoffnung unterstützt oder ist es die Hoffnung, welche den Glauben wachsen lässt? Ist es am Ende nur die Kombination diverser Wörter, welche einen Sinn in den Glauben und die Hoffnung hauchen? Oder ist es wirklich so, dass ohne den Glauben die Hoffnung sterben würde, oder ist es die Hoffnung, die den Glauben am Leben lässt. Dem Glauben zu glauben, dass die Hoffnung zuletzt stirbt macht es nicht leichter, denn wenn der Glaube am Ende nicht die Hoffnung ist, dann wäre die Hoffnung nicht der Glaube. Wenn ich also die beiden Wörter auseinandernehme, dann sind sie alleinstehend, einsam, sinnfrei, denn sie agieren und funktionieren nur in der Kombination.


Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ist es so, dass in diesem Satz der Glaube unterstützend ist? Auch wenn das Wort «Glauben» nicht dasteht? Wenn ich das ganze weiterspinne, dann fällt mir auf, dass wir das Wort Glauben sehr oft verwenden – es aber nicht verstehen. Denn wenn ich zum Beispiel sage: «Ich glaube nur was ich sehe» dann ist Glauben ja bereits Wissen, aber wir wissen es ja nicht, weil wir es nicht glauben! Ist das Wort Glauben also nur ein Füllwort, welches die eine oder andere Aussage unterstützen soll, damit diese mehr Gewicht bekommt?


Wenn die Hoffnung stirbt, stirbt der Glaube dann mit? Wenn das was ich sehe, nicht das ist was ich dachte zu sehen, ist der Glaube dann Schuld? Wie kann ich einem Wort eine Bedeutung schenken, wenn ich nicht Glauben kann, was ich sehe oder erst glauben kann, wenn ich es sehe, obschon ich das Wort «Glauben» niemals sehen werde, denn es ist ja nichts, was sich anziehen lässt, es ist kein Gegenstand welches ich zu Gesicht bekommen kann, wie kann also das Gewicht so viel grösser sein, als das was zu sehen ist? So lebt die Hoffnung also in Abhängigkeit vom Glauben, der Glaube aber am Ende nicht zuständig sein kann für das was kommt…


Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich diesem Satz denselben Stellenwert geben kann, wie all die Jahre davor. Mein Gehirn findet die Substanz surreal, mein Gehirn kann nicht einordnen welches der beiden Wörter mehr Gewicht verdient hat. Denn weder die Hoffnung noch der Glaube ist sichtbar, so kann «etwas sehen können» doch nicht in Abhängigkeit mit einem Wort stehen, welches niemals sichtbar sein wird!


Wie kann also die Hoffnung als Wort funktionieren, wenn es allein wäre? Auf was hoffe ich dann, was ist das Ziel einer Hoffnung, wenn es nicht mit dem Glauben agieren kann?


Glaube ist erfahrbar, sowas habe ich irgendwo einmal gelesen. Heisst also, dass der Glaube aus Erfahrung besteht, das heisst, ich kann hoffen, weil der Glaube erlebbar, erfahrbar ist? Klar, es gibt tausend Situationen, in denen Menschen irgendjemandem begegnet sind, Situationen erfahren haben, welche nicht erklärbar waren. Aber ist der Glaube der Trugschluss, der uns an die Hoffnung klammern lässt, dass irgendwann alles besser wird, oder brauchen wir als Mensch eine Art «Übersinnliches», dass wir tragen und ertragen können was «irdisch» ist?


So erfahren wir immer wieder Hoffnung, in der wir den Glauben erfahren, den Glauben erleben? Wenn ich also an die Hoffnung glaube, dann wird diese nicht sterben, weil der Glaube mir erlebbar macht, was die Hoffnung als Wort allein nicht kann? So darf ich hoffen, dass irgendwann die Welt besser wird, so darf ich hoffen, dass es morgen keine Ungerechtigkeiten auf dieser Welt mehr geben wird und dass alle Menschen im Umgang mit anderen überlegt und klug handeln? Dass keiner mehr einem anderen etwas tut, was er selbst nicht möchte das ihm angetan wird.


Ist das also die Hoffnung, welche im Glauben an Erfahrung gewinnt? Oder ist es doch einfach nur der Glaube, welche die Hoffnung in seinen Fragen unterstützt. So stirbt die Hoffnung, wenn der Glaube mit der Erfahrung und dem Erleben aufhört? Das heisst also, dass der Glaube als eigenständiges Wort überleben kann, indem die Hoffnung im Glauben stirbt?!


Wenn ich meinen Gedanken noch folgen kann, dann sind diverse Kombinationen von Wörtern nur möglich, wenn sie gemeinsam einsam sind, wenn das eine ohne das andere zwar funktionieren kann, es aber einfach nur so lange «ertragen» wird, bis es von den stärkeren Komponenten nicht mehr gebraucht wird.


Welcome To My World!

So sind also der Glaube und die Hoffnung die irdische Abhängigkeit und stehen für den Menschen!

Wir sind in der Gesellschaft so lange voneinander abhängig, bis man nicht mehr gebraucht wird und der Austausch stattfinden kann. So entscheidet nicht jeder einzelne über sein Dasein oder die Berechtigung Dasein zu dürfen, sondern der stärkere wird den schwächeren eines Tages austauschen, indem er sich mit neuer Hoffnung zudeckt, welche einen momentlangen Glauben was sie sehen, bevor der Glaube dann die nächste Hoffnung überzieht. Und so wird dieses eine verrückte Spiel in der Kombination tausendfach angewendet und so lange weitergespielt, bis wir vom Aussterben bedroht sind.


Wir können also nicht entscheiden, ob wir lieber dem Glauben oder der Hoffnung zugetragen worden sind, denn die Gene werden uns bereits in die Wiege gelegt. So fragt euch doch mal, welchen Teil der Kombination euch lieber

wäre – Glaube oder Hoffnung?!


In dem Sinne, glaubt oder hofft, am Ende kommen wir alle nicht lebend aus der Sache raus, die einen etwas früher, die anderen ein wenig später.


The Ghost

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